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OCD

Die Osteochondritis dissecans der Trochlea tali wird zu den erworbenen entwicklungsbedingten Erkrankungen gezählt. Bei dieser Krankheit wird eine Rassedisposition für Labrador Retriever und Rottweiler diskutiert, sie tritt aber auch bei vielen anderen Rassen auf.

 Männliche Hunde sind stärker betroffen, als weibliche. Meist ist der mediale Kamm der Trochlea tali betroffen, seltener der laterale. Erste Krankheitserscheinungen treten im Alter von 3-7 Monaten auf.

 Die Lahmheit beginnt allmählich und wechselhaft, es können ein- oder beidseitige Veränderungen vorliegen. Durch die Arbeit mit den Hunden werden die Symptome verstärkt. Meist treten selbst bei hochgradigen Veränderungen im Gelenk nur gering- bis mittelgradige Lahmheiten auf.

 Die Schrittlänge ist verkürzt, die Tiere laufen häufig nur widerwillig. Bei Veränderungen am medialen Kamm kommt es zu einer Umfangsvermehrung im medialen Malleolarbereich, zu vermehrter Gelenkfüllung, Druckschmerz am kaudomedialen Talusbereich, zur Instabilität des Gelenkes und zu Krepitationen.

 Durch passive Beugung und Streckung lassen sich Schmerzreaktionen auslösen, wobei der Beugegrad des Gelenkes eingeschränkt ist. Auffällig ist, das die meisten der betroffenen Tiere eine signifikante Hyperextension des Tarsalgelenkes zeigen.

 Bei längerer Krankheitsdauer tritt eine Muskelatrophie auf. Am lateralen Kamm sind die proximalen oder proximodorsalen Sektionen betroffen. Zusätzlich zu den oben aufgeführten Veränderungen kommt es hier zu einer Weichteilschwellung im medialen und lateralen Gelenkbereich und zu Druckschmerz am kraniolateralem Tibiotarsalgelenk.

 Wenn am lateralen Kamm die proximale Hälfte betroffen ist, soll keine Hyperextension im Tarsus feststellbar sein. Der Druck auf den Malleolus medialis ist nicht schmerzhaft. Beim Röntgen lassen sich schon im Alter von 5 Monaten Veränderungen darstellen.Hier ist der mediale Rollhöcker betroffen. Es tritt eine Lahmheit mit verkürzten Schritten auf. Bei dieser Form tritt eine Ablösung von Knorpel und Knochen auf.

Röntgen: Auf einer kraniokaudalen Aufnahme möglichst mit Zug in der Längsachse ist das Fragment am proximalen Rand des medialen Rollkammes sichtbar. Bei Veränderungen am medialen Kamm der Trochlea tali sieht man bei der anterior-posterior Aufnahme einen subchondralen Knochendefekt am medialen Kamm der Trochlea.

 In der mediolateralen, gebeugten Aufnahme sind eventuell vorhandene Gelenkkörper, ein erweiterter Gelenkspalt und bei früher Osteoarthrose Osteophyten am distokaudalen Rand der Tibia sichtbar. Für Veränderungen am lateralen Kamm sollte man plantaromedial - dorsolaterale oder voll gestreckte oder gebeugte mediolaterale Aufnahmen verwenden.

 Im Frühstadium der Erkrankung findet man eine Verbreiterung und Inkongruenz des medialen Anteils des Gelenkspaltes der Articulatio talocruralis, unscharfe und unregelmäßige Kontur der medialen Hälfte der Trochlea tali und eine geringgradige Sklerosierung der angrenzenden Cochlea tibiae.

Generell sind folgende Veränderungen möglich:

röntgendurchlässige Knochendefekte am medialen Kamm der Trochlea tali Gelenkerweiterung
Corpora libera
Umbau der distalen Tibia und des medialen Malleolus


subchondrale Knochendefekte mit Abflachung der Gelenkfläche


verknöcherte Knorpelstückchen bzw. Corpora libera


sekundäre degenerative Gelenkveränderungen


Sklerosierung des Randbezirkes des Dissekates


plumpe Umgestaltung des Malleolus medialis der Tibia mit inhomogenen Aufhellungen in den beiden distalen Dritteln


deutliche Aufhellung am medialen Kamm der Trochlea tali
Inkongruenz des Gelenkspaltes


Sklerosierung der angrenzenden Cochlea tibiae
Genetik: Es sind mehr männliche als weibliche Tiere betroffen. Eine familiäre Disposition mit polygener Grundlage erscheint wahrscheinlich. Der Basisdefekt ist unbekannt, es besteht der Verdacht auf Heterogenie.

 Zuchtempfehlung: Betroffene Tiere von der Zucht ausschließen, eventuell Elterntiere ebenfalls von der Zucht ausschließen oder mit Nicht-Merkmalsträgern paaren.

Zuchtempfehlungen nach dem Gutachten zur Auslegung des § 11b des Tierschutzgesetzes (Verbot von Qualzüchtungen):

Den Zuchtverbänden wird für die Ellenbogengelenkdysplasie eine Festlegung von Grenzen der Merkmalsausprägung zur Vermeidung von Übertypisierungen, die mit Schmerzen, Leiden oder Schäden verbunden sein können, empfohlen



 

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